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  • Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder

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    Vortrag: Dr. Wolfgang Müller - Kunststoffe: Woher-wohin, Fluch oder Segen?

    "Ich würde nur noch blaue Plastiktüten zulassen … "

    Dr. Wolfgang Müller ist heute Geschäftsführer der P+P Catalyst Consult GmbH in Mannheim. In den 80er und 90er Jahren forschte und entwickelte er weltweit in den Laboren der BASF für die Weiterentwicklung von Technischen Kunststoffen.

     

    Hochleistungskunststoffe der BASF eignen sich aufgrund ihrer technischen  Eigenschaften hervorragend für Anwendungen in hoch entwickelten und hoch belastbaren Bauteilen, z.B. im Automobil- oder Industriebereich.

    So gab es z.B. für Abgaskrümmer und Benzintanks aus BASF-Kunststoff in den 90er Jahren auf den Automobilsalons dieser Welt 'Standing ovations'.

    So weit zu den guten Kunststoffen, die am Ende ihres Lebenszyklus weitestgehend recycelt werden.

    Insgesamt ist der Verbrauch von Kunststoff weltweit auf 322 Mio. Tonnen (2015) angestiegen. Das ist ein pro Kopf Verbrauch von durchschnittlich 44 kg im Jahr. Natürlich liegen Länder wie Europa, Nordamerika und Japan mit pro Kopf Werten   von 136, 139 bzw. 108 kg pro Jahr weit darüber.

    Von den 50 Mio. Tonnen Kunststoff, die 2017 in Europa verbraucht wurden entfielen allein 40% auf Verpackungen gefolgt von der Bauwirtschaft mit 20% und dem Automobilbau mit 10%. Damit ist der Verpackungsmüll unserer Konsumgesellschaft deutlich als Hauptverursacher für unseren Plastikbedarf auszumachen.

    Wollte man alle Kunststoffverpackungen durch Holz, Papier oder Glas ersetzen, würde sich das Verpackungsgewicht vervierfachen und der Preis dafür wäre doppelt so hoch, dazu kämen noch die erhöhten Transportkosten. Außerdem ist zu beachten, dass die Ersatzmaterialien in der Herstellung teilweise sehr energieaufwändig sind.

    Eine bessere Möglichkeit wäre das Recyclen, denn die Recyclingquote bei Kunststoffverpackungen liegt erst bei knapp 50%, bei Glas und Papier ist sie mit über 80% deutlich höher.

    Dann gab es noch eine spannende Information zur biologischen Abbaubarkeit von Kunststoffen: Die Firma Braskem aus Brasilien stellt zwar 'grünes'  Polyethylen aus Rohrzucker her, dieses ist aber nicht biologisch abbaubar.

     

    Ein interessanter Abend mit vielen wichtigen Informationen.

    Wir danken Herrn Dr. Müller ganz herzlich!

     

    Für den Club

    Rainer Uhle - Vizepräsident

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